Texte / Artikel rund um die Themen "Ernährung", "Regionalität", "Landwirtschaft", "Ernährungsbewusstsein", "Ethik der Ernährung" ...
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Jean Ziegler (links im Bild), der ehemalige Sonderbeauftragte der UNO für Ernährungsfragen (FAO), hätte (auf Einladung von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller) die Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen 2011 halten sollen. Er wurde aber dann kurzerhand wieder ausgeladen. Wenn man seine Rede liest (>> pdf), wird man die "Ausladung" vielleicht nachvollziehen können - aber seine Empörung über die "kannibalische Weltordnung" ebenso.
In der "Süddeutschen Zeitung" vom 24. Juli 2011 erläutert Ziegler unter dem Titel "Empört euch!" die wahren Hintergründe dieses Skandals, und höchst hörenswert ist die Sendung "Frühstück bei mir" auf Ö3 vom 17. Juli 2011.
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José Claudio Ribeiro da Silva (links im Bild) war ein brasilianischer Umweltaktivist, der sich gegen die dramatische Rodung des Regenwaldes zugunsten der Holzindustrie und der Agrarindustrie engagierte. Am 24. Mai 2011 wurden er und seine Frau von Auftragskillern erschossen - was in Brasilien, dem Austragungsland der Fußball-WM 2014, alles andere als ein Einzelfall ist.
Was das mit uns zu tun hat? Viel! Denn der Regenwald wird nicht zuletzt für den Anbau von gigantischen Sojaplantagen vernichtet - Soja, das zu ca. 90 % für die weltweite (Massen-)Tiermast verwendet wird. Man muss es deshalb so brutal sagen: Wer Fleisch aus Massentierhaltung konsumiert, unterstützt das mörderische Agrar-System in Ländern wie Brasilien.
Hier finden Sie einen Artikel aus der "Süddeutschen Zeitung" vom 18.06.2011 über die "Märtyrer für den Regenwald".
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Über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fassten 2008 im Auftrag der Vereinten Nationen und der Weltbank den Stand des Wissens über die globale Landwirtschaft, ihre Geschichte und Zukunft zusammen. Seine zentrale Botschaft lautet: Weiter so wie bisher ist keine Option!
Dieser Weltagrarbericht ist unbequem und alarmierend, warnt vor Irrwegen und zeigt Lösungen auf, die in einer radikalen Agrarwende hin zu einer kleiner strukturierten, bäuerlichen, ökologischen Landwirtschaft bestehen muss.
Auf der umfangreichen Homepage sind die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst, alle Original-Berichte dokumentiert und es werden Hintergründe und Detailinformationen aufgezeigt. Sie will zum Nachdenken und zur Diskussion anregen, vor allem aber zum Handeln.
Der Weltagrarbericht ist sicher ein bemerkenswertes und wichtiges Dokument, dass leider noch viel zu wenig bekannt ist. Einen schnellen Überblick kann man sich über den sehr ordentlichen Wikipedia-Artikel verschaffen, wer sich etwas gründlicher informieren will, kann hier die Zusammenfassung runterladen.
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Ab dem Heft 1 2011 bringen die "BioNachrichten" eine Artikelserie zum Thema "Klimawandel", in der es natürlich nicht zuletzt um den wechselseitigen Zusammenhang zwischen (globaler) Landwirtschaft und dem Klima geht. Teil 1 dieser Serie "Wie die Landwirtschaft die globale Erwärmung beeinflusst" von Matthias Köhler können Sie auf dieser Seite herunterladen, die Folgebeiträge werden jeweils "nachgeliefert".
Klimawandel 1_2011 / 2_2011 / 3_2011
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Die gegenwärtige Krise in Ägypten (und in der gesamten arabischen Welt) ist nicht zuletzt (bzw. vor allem) eine Nahrungskrise. Ägypten ist beispielsweise der größte Getreideimporteur der Welt, hochgradig abhängig von Weizenimporten aus Russland - die jedoch im vergangenen Jahr wegen der Dürre- und Brandkastastrophe in Russland vollständig gestoppt wurden. Umgekehrt haben die Unruhen in der arabischen Welt bereits jetzt massive Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise weltweit (und dass der Zyklon "Yasi" in Australien die Zuckerpreise auf einen 30-Jahre-Höchststand getrieben hat, sei nur ganz am Rande erwähnt).
Die folgenden Beiträge zeigen die Hintergründe und Zusammenhänge auf - und sie machen implizit deutlich, wie wichtig es auch in Ländern wie Österreich ist, sich wieder wesentiich mehr Gedanken über regionale Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität zu machen.
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In der "Zeit online" erschien unter dem Titel "Gewissensbisse" 2010 diese interessante Artikelserie von Theresa Bäuerlein zu Grundfragen des Essens.
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Ohne die Politik dieses Konzerns an dieser Stelle irgendwie kommentieren zu wollen, sei auf die aktuelle "Nestlé-Studie 2011" hingewiesen, die kürzlich unter dem Titel "So i(s)st Deutschland" veröffentlicht wurde. Auf der Grundlage einer Befragung von ca. 10.000 Personen zu ihrem Ernährungsverhalten gelangt die Studie zu einigen zentralen Ergebnissen, die auch für Initiativen wie "Wie's Innviertel schmeckt" von Bedeutung sein können:
- Die Entstrukturierung des Alltags nimmt weiter zu. Gegessen wird, wenn Zeit dafür ist.
- "Snacking" und "Out of Home"-Verzehr sind die Zukunftstrends.
- Die Familie prägt das Ernährungsverhalten der Kinder nach wie vor am stärksten.
- Die Preissensibilität sinkt, gutes Essen und Trinken werden wichtiger.
- Die Verbraucher legen mehr Wert auf regionale Produkte als auf Bio.
- Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung überfordern viele Verbraucher.
Eine Kurzfassung der Studie finden sie >> hier.
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In den vom "Bio-Kreis" in Passau herausgegebenen "BioNachrichten" erschien 2010 eine fünfteilige Artikelserie von Thomas Mohrs zum Thema "Ethik der Ernährung". Die Beiträge sind hier zu finden:
- Wann ist ein Lebensmittel "gut"? Aspekte, über die wir nachdenken sollten (Nr. 15/2010)
- Vom mächtigen Einfluss des Essens auf die Wirtschaft (Nr. 16/2010)
- "Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein ..." - Die weitreichenden Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit (mit Dr. Doris Miesenbeck-Stadlbauer, Nr. 17/2010)
- Fleisch - das problematischste Lebensmittel schlechthin (Nr. 18/2010)
- Bildung - Schlüssel zu einer verantwortungsbewussten Ernährung (Nr. 19/2010)
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Ein zentrales Ergebnis der großen, internationalen "Terra Madre"-Konferenz von Slow Food Wien im Herbst 2009 war die am Ende der Tagung verabschiedete "Wiener Deklaration", die als richtungsweisendes Dokument der Slow Food-Bewegung in Europa gelten soll.
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Ein Beitrag von Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Vorstand der Schweisfurth-Stiftung, zur "Ethischen Dimension der Ernährung".
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Unter "Land Grabbing" (dt. "Landaneignung") versteht man den groß angelegten Kauf landwirtschaftlicher Nutzflächen durch finanzstarke Staaten (v. a. China und die Emirate) oder Konsortien im wirtschaftlich schwachen Ausland, vornehmlich in Afrika, Asien und Lateinamerika. Auf den gekauften Flächen - die natürlich der indigenen Bevölkerung nicht mehr für den Anbau von Lebensmitteln zur Verfügung stehen - werden in aller Regel Energiepflanzen für die Produktion von "Bio"-Treibstoffen oder aber Futterpflanzen für die Tiermast angebaut. Das führt zu absurden Situationen wie der, dass Äthiopien, eines der ärmsten und am stärksten vom Hunger betroffenen Länder der Welt, zugleich einer der größten Getreideexporteure ist.
Die folgenden Beiträge informieren über diese neue Form des Kolonialismus, die in den betroffenen Regionen häufig zur Verschärfung der Landkonflikte, Landflucht, Zerstörung der Ernährungssicherheit und damit der Überlebensgrundlage der einheimischen Bevölkerung führt.
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Interessanter Beitrag in der F.A.Z. vom 01. Februar 2011 über Soja und Tofu, der auch kritische Gesichtspunkte nicht unter den Tisch fallen lässt.
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Unser Geist speist! Nachweislich ist es sogar gerade unser Gehirn, dessen Leistungsfähigkeit und (dauerhafte) Gesundheit von unserer Ernährungsweise abhängt - und damit auch unser ganzes Lebensgefühl. Die folgenden Artikel geben einen kleinen Einblick in diese spannenden Zusammenhänge und verdeutlichen: Es ist alles andere als egal, was wir uns einverleiben! Gehirn und Ernährung 1/ Gehirn und Ernährung 2
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Wussten Sie, dass der Darm das einzige Organ im menschlichen Körper ist, das weitgehend unabhängig vom Zentralorgan im Kopf, dem Gehirn, arbeitet - und dass sogar weit mehr Informationen von unten nach oben gehen als umgekehrt? Und wussten Sie, dass die Darmwand ein hochkomplexes Neuronennetzwerk ist, ebenso wie das Gehirn im Kopf, weshalb Forscher unser Zentralorgan im Bauch auch als "Darmhirn" bezeichnen? Die nachfolgenden Beiträge geben einen Einblick in das faszinierende Forschungsgebiet der Neurogastroenterologie und verdeutlichen den Sinn (und die Wahrheit) von Ludwig Feuerbachs berühmter These: "Der Mensch ist, was er ißt."







